Grazer Institution ist wohl das Wort, zu dem man unwillkürlich greift, wenn man Corti-Novizen das Standing von Engelbert Tschechs Parade-Italiener näherbringen möchte. Es erwarten einen reiche Dekoration, die Grappabar zur Begrüßung am Eingang und eine dicke Speisekarte, die Italien perfekt repräsentiert. Aus dieser wählten wir hausgemachte Alici marinate – frische Sardellen in kaltgepresstem Olivenöl, Zitrone und Peperonicini, Crostini di fegato, die auch einer toskanischen Trattoria zur Ehre gereicht hätten, und eine Kastaniensuppe mit Staudensellerie, Fenchel und Suchtfaktor. Weiter ging es ähnlich traditionell mit einem reichlich mit Muscheln, Tintenfisch und Garnelen angereicherten Riso-tto Pescator von vorbildlicher Konsistenz und Piccatina balsamica (Luciano Pavarottis Lieblingsspeise). Die abschließende Rotweinbirne wie die Wein- und Grappaauswahl, der Service und die Kaffeekultur ohne Fehl und Tadel. Engelbert Tschech weiß, dass es „das Italien“ nicht gibt – vor allem kulinarisch nicht. Den-noch bemüht er sich seit 20 Jahren um eine gewisse Authentizität, ohne sich dabei auf eine Region oder einen Stil festlegen zu wollen. Dafür glaubt er an Slow Food, lebt die Philosophie von Regionalismus, Tradition und Qualität. Das Brot wird selbst gebacken, Sardinen werden sauer eingelegt, Tomaten zu einer fantastischen Pappa al pomodoro eingekocht, Kutteln mit Orangenduft versehen, Bandnudeln mit Wildschweinragout serviert, und es gibt Linguine alle Vongole – ein bisschen Venedig, ein bisschen Toskana, von überall nur das Beste.

Das Öl, die beste Polenta, das beste Mehl – so funktioniert die italienische Küche, so funktioniert das im „Corti“. Auch die Risottos sind hervorragend. Fische werden zu Tagespreisen meist gebraten, auf Wunsch auch gedünstet geboten, und das Kaninchen in Kaffeesauce ist ein sensationeller Muntermacher. Wer danach noch kann, dem sei die Meringata al limone empfohlen. Die Weinempfehlung spricht der Chef aus – vertrauen Sie ihm. Das Corti ist eine Bühne für italienische Lebenskultur. Heiligenbild, gemalte Commedia dell’arte, schummriges Licht alter Straßenlaternen – man fühlt sich in eine Osteria in Venedig versetzt. In der Küche lebt Engelbert Tschech eine gefühlte Ewigkeit authentische Italianità, aus allen italienischen Regionen zelebriert er Spezialitäten: zum Beispiel marinierte Sardellen von der Amalfiküste oder venezianische Sarde in saor. Aus dem Piemont Vitello tonnato und aus der Emilia Romagna Culatello mit Clementinenmarmelade. Die Stammgäste bestellen auch gerne Trofie, Calamari alla Barese, Trippa und Taube. Passende Weine sind genügend vorhanden – 140 liebevoll ausgesuchte Flaschen stehen bereit.

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12.00-15.00 Uhr
17.30-24.00 Uhr

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Küche – 23.00 Uhr